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11.12.2019

Wenn die Selbstheilungskräfte erschöpft scheinen

Stammzellen sind verantwortlich für die Regeneration der Darmwand. Doch was passiert, wenn die Stammzellen selbst beispielsweise durch eine Infektion geschädigt werden? Forschende der Charité – Universitätsmedizin Berlin und des Max-Planck-Instituts für Infektionsbiologie haben jetzt herausgefunden, wie genau es dem Organismus gelingt, die Darmwand auch in diesem Fall wieder aufzubauen. Dieses Wissen könnte in Zukunft neue Ansätze zur Behandlung von Darmerkrankungen ermöglichen. Die Ergebnisse der Studie sind im Fachmagazin Nature Communications* veröffentlicht.

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11.12.2019

Antibiotika: Neuer Wirkstoff wirkt auch bei resistenten Bakterien

Forschende der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) haben eine neue, vielversprechende Klasse von Wirkstoffen gegen resistente Bakterien entwickelt. In ersten Tests in Zellkulturen und bei Insekten waren die Substanzen mindestens genau so effektiv wie gängige Antibiotika. Die neuen Stoffe zielen auf ein spezielles Enzym ab, das in dieser Form nur in den Bakterien vorkommt und das bisher nicht Ziel von Medikamenten war. Deshalb haben Bakterien bisher noch keine Resistenzen dagegen entwickelt. Über die Arbeit berichtet das Team in der Fachzeitschrift „Antibiotics“.

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11.12.2019

Darmbakterien könnten Entstehung von Multipler Sklerose beeinflussen

Tryptophan ist eine essentielle Aminosäure, also ein Eiweißbaustein, der nicht vom Körper selbst produziert werden kann, sondern über die Nahrung aufgenommen werden muss. Stoffwechselprodukte des Tryptophans sind bei einer Reihe von wichtigen Funktionen im Körper als Botenstoffe beteiligt. Dadurch steuern sie beispielsweise bestimmte Immunzellen oder helfen die Darmbarriere zu stärken. Eine Ernährung, in der Tryptophan gezielt weggelassen wird, verändert die Zusammensetzung der Darmbakterien bei Mäusen und sorgt überraschenderweise dafür, dass die Tiere keine Symptome einer Multiplen Sklerose (MS) entwickeln.

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11.12.2019

Bayer beantragt bei der EMA Zulassung für Rivaroxaban zur Behandlung von Kindern mit venösen Thromboembolien

Bayer hat bei der europäischen Arzneimittelbehörde EMA (European Medicines Agency) eine Erweiterung der bestehenden Zulassung für Rivaroxaban beantragt. Mit Rivaroxaban sollen Kinder bis zu 17 Jahren mit venösen Thromboembolien behandelt werden, darunter auch Thrombosen in den Venen im Gehirn und Sinusthrombosen. Der Antrag umfasst die Behandlung von venösen Thromboembolien (VTE) und die Prävention von erneut auftretender VTE und beruht auf den positiven Ergebnissen der Phase-III-Studie EINSTEIN-Jr.

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11.12.2019

Stentimplantation oder „nur“ Medikamententherapie – Kardiologen ordnen die neuesten Studienergebnisse ein

Ob bei einer stabilen Koronaren Herzerkrankung (KHK) eine invasive Strategie mittels Stents und gegebenenfalls einer Bypassoperation einer rein medikamentösen Therapie in Bezug auf die Rate kardiovaskulärer Ereignisse und die Überlebensrate überlegen ist, untersuchte kürzlich die ISCHEMIA-Studie. Die Ergebnisse der Studie wurden im November bei der Tagung der American Heart Association in Philadelphia präsentiert. Experten der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) beschreiben nun, wie die Ergebnisse die gängige Praxis bei der Behandlung von Patienten mit KHK verändern werden.

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11.12.2019

Erhöhtes Herzinfarktrisiko durch Ozon

Während die Ozonschicht weit oben in der Atmosphäre eine wichtige Schutzfunktion für den Menschen übernimmt, ist in Bodennähe vorkommendes Ozon ein Luftschadstoff, der mit verschiedenen Gesundheitsgefährdungen in Zusammenhang steht. Eine in der Zeitschrift „Atmospheric Environment“ veröffentlichte Studie der Augsburger Universitätsmedizin zeigt, dass mittelhohe bis hohe Ozonwerte mit steigenden Raten von Herzinfarkten in der Region einhergehen.

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11.12.2019

UKE-Forscher entwickeln Modell, das cholesterinabhängiges Langzeitrisiko für Herzinfarkt berechnet

Ein erhöhter Cholesterinspiegel im Körper vergrößert insbesondere für junge Menschen das Langzeitrisiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, stärker als bisher in der Medizin berücksichtigt. Dies ergab eine Studie von Forschern der Klinik und Poliklinik für Kardiologie des Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). Die Kardiologen um Prof. Dr. Stefan Blankenberg, Ärztlicher Leiter des Universitären Herz- und Gefäßzentrums des UKE, haben ein Modell entwickelt, mit dem sich das cholesterinabhängige Risiko für einen Herzinfarkt bis zum Alter von 75 Jahren berechnen lässt.

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09.12.2019

Multiples Myelom: Phase-3-Studie TOURMALINE-MM4 erreicht primären Endpunkt

Takeda Pharmaceutical Company Limited (TSE: 4502) gab bekannt, dass die randomisierte Phase-3-Studie TOURMALINE-MM4 [1] ihren primären Endpunkt erreicht hat: Die Monotherapie mit oralem Ixazomib als Erhaltungstherapie resultierte in einer im Vergleich zu Placebo statistisch signifikanten Verbesserung des progressionsfreien Überlebens (PFS). Die Studie untersuchte die Wirkung von...

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09.12.2019

1-Jahr-Verzenios® beim metastasierten Mammakarzinom: Wo stehen wir heute?

Seit Oktober 2018 ist der CDK4/6-Inhibitor Abemaciclib (Verzenios®) in Kombination mit einer endokrinen Behandlung zur Erst- und Zweitlinientherapie von Frauen mit fortgeschrittenem Hormonrezeptor (HR)-positivem, humanem epidermalen Wachstumsfaktor-Rezeptor-2 (HER2)-negativem Brustkrebs zugelassen [1]. Im Rahmen einer Pressekonferenz stellten Experten neue Studienergebnisse zum...

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09.12.2019

Mystische Misteln: Wirkung gegen Krebs nicht belegt

Um die immergrüne Pflanze ohne irdische Wurzeln ranken sich seit jeher Legenden und Mythen. Zum Schutz vor dem Bösen, als Symbol für Fruchtbarkeit oder die ewige Liebe – gerade zur Weihnachtszeit haben die grünen Zweige mit den weißen Früchten Hochsaison. Auch eine heilende Wirkung wird der Mistel nachgesagt: Sogar gegen Krebs sollen Arzneien aus der Mistel helfen. Laut...

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