EHA 2021: 5-Jahres-Follow-Up der MAIA-Studie zum OS in der Erstlinientherapie mit Daratumumab-Rd

Auf dem virtuellen EHA-Kongress 2021 wurden die Ergebnisse zum Gesamtüberleben (OS) der Phase-III-Studie MAIA vorgestellt. Nach fast 5 Jahren Nachbeobachtungszeit konnte ein signifikanter Vorteil des Gesamtüberlebens für Daratumumab in Kombination mit Lenalidomid und Dexamethason (D-Rd) im Vergleich zu Lenalidomid und Dexamethason (Rd) allein in der Erstlinientherapie von Patient:innen mit Multiplem Myelom, die nicht für eine autologe Stammzelltherapie geeignet waren, beobachtet werden.

08.07.2021|

Mantelzell-Lymphome

Das Mantelzell-Lymphom (MCL) ist eine seltene und weiterhin unheilbare Form des B-NHL. War die Prognose am Anfang des Jahrtausends mit mittleren Überlebenszeiten von wenigen Jahren noch infaust, so konnten in den letzten zwei Dekaden große Fortschritte verzeichnet werden. Diese setzen sich mit der Entwicklung zielgerichteter Substanzen und hochspezialisierter Immuntherapien wie der CAR-T-Zelltherapie weiter fort. Im folgenden Artikel werden sowohl die zugrundeliegende Pathophysiologie des MCL erläutert als auch aktuelle Therapiestandards und kommende Entwicklungen dargelegt.

08.07.2021|

„Über den Genen“ – Wie die Epigenetik zur Entstehung von Leukämien beiträgt

Leukämien betreffen alle Altersgruppen, allerdings steigt ihre Inzidenz mit dem Alter stark an. Trotz der großen Behandlungsfortschritte liegt die 5-Jahres-Überlebensrate – je nach Leukämieform – nur bei etwas über 50 %. Daher wird weltweit nach neuen Therapieansätzen geforscht. Dabei stehen insbesondere Gene im Fokus, die das Wachstum von Krebszellen beeinflussen. Jetzt haben Wissenschaftler der Universität Stuttgart und des DRK-Blutspendedienstes Frankfurt in einem von der Wilhelm Sander-Stiftung geförderten Forschungsprojekt eine neue Verbindung zwischen Krebsgenen und der Wachstumssteuerung von Zellen entdeckt.

08.07.2021|

Analyse der MINDACT-Studie: MammaPrint identifiziert präzise extrem indolenten Ultra-Low-Risk-Brustkrebs

Auf der diesjährigen ASCO-Jahrestagung wurden Daten aus der wegweisenden MINDACT-Studie vorgestellt: ein zusätzlicher Risikogrenzwert, der zuvor innerhalb der MammaPrint Low Risk-Kategorie festgelegt wurde und Patientinnen mit einem ultraniedrigen Risiko (Ultra-Low Risk) für ein Fernrezidiv identifiziert. Dieser neue Risikogrenzwert sagt aus, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass der Tumor der Patientin in den nächsten 20 Jahren der Nachbeobachtung erneut auftritt oder metastasiert. Diese Information könnte hilfreich sein, um die adjuvante Behandlung für Patientinnen mit Brustkrebs im Frühstadium weiter zu optimieren.

01.07.2021|

Weltweit erstes digitales Modell einer Krebszelle entwickelt

Mit dem ersten Krebszellmodell konnten Forschende der TU Graz ein essentielles Werkzeug für die moderne Krebsforschung und Medikamentenentwicklung auf den Weg bringen. Im Bild: eine grafische Darstellung einer sich teilenden Krebszelle. © peterschreiber.media – stock.adobe.com

01.07.2021|

Erhöhtes Risiko arterieller und venöser Gefäßverschlüsse bei KrebspatientInnen

Eine aktive Krebserkrankung ist ein bekannter Risikofaktor für das Auftreten von arteriellen und venösen Thrombosen. An der MedUni Wien wurde nun die erste bevölkerungsbasierte Studie durchgeführt, die das Risiko für Venenthrombosen, Lungenembolien, Herzinfarkte und Schlaganfälle untersucht hat. In dieser landesweiten Analyse konnte gezeigt werden, dass das relative Risiko für arterielle und venöse Thrombosen bei KrebspatientInnen aller Altersgruppen erhöht ist.

01.07.2021|

Marginalzonen-Lymphome

Marginalzonen-Lymphome (nodal, splenisch und extranodal) sind eine pathologisch und klinisch heterogene Gruppe, mit deutlichen Unterschieden im Hinblick auf Prognose und Therapie. Während nodale Marginalzonenlymphome in Analogie zu follikulären Lymphomen behandelt werden ist gerade die Therapie des extranodalen Marginalzonen- Lymphoms (MALT-Lymphom) von den pathophysiologischen Charakteristika dieser Erkrankung geprägt.

01.07.2021|