ISTH-Kongress 2020: Daten zu Edoxaban bei VTE zeigen niedrige Rate von Blutungen und VTE-Ereignissen

Die Daiichi Sankyo Europe GmbH (nachfolgend Daiichi Sankyo) gab die Ergebnisse von fünf Analysen der 12-Monats-Daten aus ETNA-VTE (Edoxaban Treatment in routiNe clinical prActice in patients with Venous ThromboEmbolism) bekannt, einer nicht-interventionellen Studie zur Untersuchung der Sicherheit von Edoxaban (LIXIANA®), einem nicht Vitamin-K-abhängigen oralen Antikoagulans (NOAK). Die Untersuchung von 4.595 Patienten (Durchschnittsalter 64 Jahre) mit venösen Thromboembolien (VTE) in der klinischen Routinepraxis ergab eine geringe Blutungsrate und eine niedrige VTE-Rezidivrate bei mehreren Teilpopulationen der VTE-Patienten.

13.08.2020|

Schutzproteine gegen Nervenschädigung bei Diabetes

Bei der Entwicklung von Diabetes-Spätschäden wie Nervenschädigung (Neuropathie) mit chronischen Schmerzen und diabetischem Fuß spielen sogenannte SUMO-Proteine (engl. Small Ubiquitin-related MOdifier) eine entscheidende Rolle. Dies berichten Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät Heidelberg aktuell in der Fachzeitschrift „Neuron" nach Studien im Mausmodell und an Patientenproben. Die Arbeiten profitierten von der Expertise zweier Heidelberger Sonderforschungsbereiche zur Erforschung von Diabetes-Spätschäden.

13.08.2020|

Schlüsselgen für die Bildung von Herzklappen entdeckt

Durch Studien an Zebrafischembryonen haben der Zoophysiologe Prof. Salim Seyfried und sein Team herausgefunden, dass das Gen Vegfr3/Flt4 durch Blutfluss reguliert wird und eine entscheidende Rolle in der Ausbildung von Herzklappen spielt. Ihre in der Fachzeitschrift „Cell Reports“ veröffentlichten Forschungsergebnisse sind grundlegend für das Verständnis der Entwicklung des Herzens und könnten auch Hinweise auf die Ursachen für angeborene Herzfehlbildungen geben.

13.08.2020|

Herzschädigung bei Covid-19: Kann SARS-CoV-2 eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis) verursachen?

Der Schaden, den es anrichten kann, ist enorm. Das Coronavirus SARS-CoV-2 ist auch deshalb ein sehr ernst zu nehmender Krankheitserreger für die Medizin, weil es sämtliche Organe befallen kann. Die Deutsche Herzstiftung unterstützt mit 40.000 Euro ein Forschungsvorhaben der Abteilung für Kardiopathologie des Instituts für Pathologie und Neuropathologie am Universitätsklinikum Tübingen, in dem das Schädigungsmuster durch SARS-CoV-2 im Herzmuskelgewebe verstorbener Covid-19-Patienten untersucht wird.

13.08.2020|

Bei Hyperkaliämie: Einsatz des Kaliumbinders Patiromer

Bei herz- und niereninsuffizienten Patienten gilt es, das Risiko einer Hyperkaliämie zu vermeiden. In vielen Fällen wurde die essenzielle Behandlung mit Inhibitoren des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAASi) in der Dosis reduziert oder abgesetzt. Damit wurde zugleich in Kauf genommen, dass deren kardio- und nephroprotektive Wirkung verloren geht. Eine neue Therapieoption mit dem natriumfreien Kaliumbinder Patiromer kann diese Lücke schließen.

30.07.2020|

Neuer „Fuß-Pass“ der DDG: Awareness-Kampagne gegen unnötige Amputationen beim diabetischen Fußsyndrom

Das diabetische Fußsyndrom (DFS) verursacht jährlich rund 40.000 Amputationen in Deutschland. Rund die Hälfte könnte durch vorherige Präventionsmaßnahmen und alternative medizinische Therapien begrenzt oder gar verhindert werden, doch diese sind nicht immer allen Betroffenen und Behandelnden bekannt. Im April 2020 beschloss der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) deshalb, dass sich gesetzlich Versicherte mit einem DFS vor einer Amputation eine unabhängige ärztliche Zweitmeinung einholen können, um die medizinische Notwendigkeit des Eingriffs zu prüfen.

30.07.2020|

Kleinstes 3D-gedrucktes Miniatur-Endoskop der Welt liefert höchst genaue Bilder aus dem Inneren von Adern

Forscherinnen und Forscher der Universitäten Stuttgart und Adelaide sowie weiterer Forschungseinrichtungen in Australien entwickelten eine im 3D-Druck hergestellte Mikrooptik mit einem Durchmesser von nur 125 Mikrometern. Dies ermöglicht erstmals endoskopische Untersuchungen von Cholesterin-Plaques und Thrombosen in Herzkranzgefäßen oder in der Halsschlagader und hilft, die Gefahr eines Schlaganfalls oder Herzinfarkts frühzeitig zu erkennen. Die Arbeit erschien in Nature Light Science and Applications.

30.07.2020|

Gefährliche Angst vor dem Virus – Studie am UKU zu Herzinfarktpatienten während der Coronavirus-Pandemie

Das Coronavirus und die damit einhergehenden Einschränkungen des öffentlichen und privaten Lebens haben den Alltag vieler Menschen stark verändert. Doch nicht nur das Virus an sich, auch die Angst vor einer Ansteckung mit dem neuartigen Krankheitserreger kann schwerwiegende Folgen haben, wie eine aktuelle Studie des Universitätsklinikums Ulm bestätigt. Experten* der Klinik für Innere Medizin II haben untersucht, welche Veränderungen es bei der Versorgung von Patienten* mit akuten Herz-Kreislauf-Erkrankungen am Universitätsklinikum Ulm gab und ob sich die Anzahl der Patienten mit diesem Krankheitsbild verändert hat.

30.07.2020|

Herzreparatur mit der Gen-Schere

Mit Gentests lassen sich heute in vielen Fällen die genetischen Ursachen von Herzerkrankungen wie Herzmuskelschwäche, Herzrhythmusstörungen und Herzfehlbildungen, erkennen. Über neuartige Ansätze mit der sogenannten Gen-Schere können die zugrundeliegenden genetischen Defekte im Labor korrigiert und damit die Herzfunktion wiederhergestellt werden. Im Gegensatz zu klassischen Arzneistoffen verspricht der Einsatz der Gen-Schere eine endgültige Reparatur des zugrundeliegenden Defekts. Das transatlantische Expertennetzwerk „Editing the Failure Heart“ erhält 6,5 Millionen US-Dollar, um den Weg bis in die klinische Anwendung vorzubereiten.

17.07.2020|