Forscher entdeckt, wie kranke Blutgefäße und Gehirn kommunizieren

Atherosklerose ist eine chronische Erkrankung und Ursache von Schlaganfall und Herzinfarkt. Am Ende eines längeren Prozesses verengen die Gefäße und der Blutfluss zur Versorgung der Organe wird somit behindert. Dass an Atherosklerose erkrankte Blutgefäße und das Gehirn direkt über Nervenbahnen miteinander verbunden sind, hat der Biomediziner Dr. Sarajo Mohanta vom Institut für Prophylaxe und Epidemiologie der Kreislaufkrankheiten (IPEK) am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) mit einem internationalen Team herausgefunden.

25.11.2022|

Studierende entwickeln digitales „Heimmonitoring“ für herzkranke Babys

Viele Babys mit angeborenem Herzfehler benötigen in den ersten Lebensmonaten operative Eingriffe in der Klinik. Auch nach der Entlassung ist eine intensive medizinische Betreuung notwendig. Studierende der Hochschule München (HM) entwickelten dafür ein Online-Tool. Eltern können die Vitalwerte der Babys von zu Hause aus schnell und sicher der Klinik übermitteln und die erforderlichen Maßgaben gehen sofort an sie zurück.

24.11.2022|

Schwächelt das Herz, werden die molekularen Motoren hochgefahren

Auf den ersten Blick klingen die Ergebnisse paradox: Bei Patienten mit einer bestimmten Form der Herzschwäche sind die molekularen Motoren der Herzmuskelzellen, die sogenannten Myosin-Komplexe, häufig an bestimmten Bereichen chemisch verändert und können dadurch mehr Leistung bringen. Das haben Forschende des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD) und des Herz- und Diabeteszentrums Nordrhein-Westfalen (HDZ NRW), Bad Oeynhausen (Ruhr-Universität Bochum) herausgefunden und außerdem entdeckt, welches Enzym dafür verantwortlich ist.

23.11.2022|

Akute Herzrhythmusstörungen im Kindesalter

Akute Herzrhythmusstörungen treten im Kindesalter selten auf, sind jedoch oft mit erheblichen Unsicherheiten bei den behandelnden Ärzten (Notärzte, Hausärzte, Kinderärzte) verbunden. Obwohl häufig Mechanismus und Therapie der Herzrhythmusstörungen bekannt sind, fühlen sich Ärzte, die keine Kinderkardiologen sind, im Umgang mit akuten Herzrhythmusstörungen bei Kindern unwohl.

10.11.2022|

easyDOAC: App zur Unterstützung bei der DOAK-Therapie

Eine interdisziplinäre Expertenrunde diskutierte kürzlich im Bayerischen Landtag die aktuellen Herausforderungen der Digitalisierung im deutschen Gesundheitswesen. In diesem Rahmen wurden auch konkrete Anwendungsbeispiele vorgestellt, die schon jetzt einen innovativen Beitrag zur digitalen Gesundheitsversorgung leisten. Mit dabei war die App easyDOAC, die ärztliche Leistungsträgeren bei der Auswahl und Dosierung von direkten oralen Antikoagulanzien (DOAKs) unterstützt.

10.11.2022|

Bestmögliche Betreuung für Menschen mit Diabetes

Diabetes ist die Volkskrankheit Nr. 1 in Deutschland. Mehr als sechs Millionen Menschen sind betroffen. Sie brauchen fachübergreifende Behandlung in spezialisierten Zentren, Kliniken oder Praxen. Um eine qualitativ hochwertige Versorgung zu gewährleisten, zertifiziert die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) Einrichtungen, die hohe definierte Anforderungen erfüllen. Die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Ulm (UKU) hat nun von der DDG das Zertifikat „Zertifiziertes Diabeteszentrum DDG“ erhalten.

09.11.2022|

Integrative Herz-Hirn-Forschung: DFG fördert neues Graduiertenkolleg an der Universitätsmedizin Göttingen

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert ab April 2023 ein neues Graduiertenkolleg an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) mit integrativer organübergreifender Forschung zu Herz- und Gehirnerkrankungen. Das Graduiertenkolleg „Herz und Gehirn: Integrative Forschung über Organgrenzen hinweg“ (GRK 2824) erforscht gemeinsame physiologische und pathologische Prozesse im Herzen und im Gehirn sowie die wechselseitige Abhängigkeit von Herz- und Gehirnkrankheiten.

09.11.2022|

Antikoagulation bei Vorhofflimmern und chronischem Nierenversagen: AXADIA – AFNET 8 Studie spricht für Apixaban

In der AXADIA – AFNET 8 Studie stand die Antikoagulation bei Dialysepatientinnen und -patienten* mit Vorhofflimmern auf dem Prüfstand. Dabei zeigte sich, dass das nicht Vitamin K abhängige orale Antikoagulans (NOAK) Apixaban bei dieser Patientengruppe genauso wirksam und sicher erscheint wie ein Vitamin K Antagonist (VKA). Die Studienergebnisse wurden auf dem Kongress der American Heart Association (AHA) am 6.11.2022 in Chicago, USA, vorgestellt [1] und gleichzeitig im renommierten Fachjournal Circulation publiziert [2].

09.11.2022|