Erhöhter Bedarf an Mikronährstoffen bei Kinderwunsch und in der Schwangerschaft

Folat ist bekannt als wichtiger präventiver Faktor um einen Neuralrohrdefekt zu verhindern. Wie auch bei anderen B-Vitaminen sollte es in der aktiven Form des 5-MTHF zur Verfügung gestellt werden. Noch nicht genügend Beachtung findet die Tatsache, dass zunehmend Polymorphismen im Methylstoffwechsel diagnostiziert werden, die die Bereitstellung der aktiven Form verhindern. Auf keinen Fall sollte gerade die Schwangere aus Kostengründen die deutlich kostengünstigere inaktive Form des Vitamins bekommen. Vitamin A scheint bei Schwangeren vorwiegend als teratogen gefürchtet zu sein. Hierbei wird übersehen, dass vor allem ein Mangel an diesem Vitamin teratogen ist, dagegen die Supplementierung erst bei Dosierungen von über 10.000 I. E. täglich. (Eine solche Dosierung ist selbstverständlich in der Schwangerschaft obsolet.)

26.07.2021|

Antibiotic-Stewardship prägt S3-Leitlinie bei Harnwegsinfekten

Zystitiden, zu 90 Prozent ausgelöst durch das uropathogene Bakterium Escherichia coli (E.coli), führen als eine der häufigsten Infektionen im Praxisalltag zu einem sehr hohen Antibiotikaverordnungsvolumen. [1] Das „Antibiotic-Stewardship-Konzept“ stand daher bei der aktuellen S3-Leitlinie zur Therapie unkomplizierter Harnwegsinfektionen [2] (HWI) im Vordergrund. Das Ziel war es, die Anwendung von Antibiotika grundsätzlich und den Einsatz bestimmter Antibiotikaklassen im Detail zu senken und damit die Resistenzentwicklungen zu durchbrechen.

22.07.2021|

Brustkrebs: Neuer Subtyp erweitert Behandlungsmöglichkeiten

Eine neue Unterform von Brustkrebs zeigt eine verbesserte Überlebenswahrscheinlichkeit der Betroffenen, außerdem hat sie Auswirkungen auf zukünftige Behandlungsmöglichkeiten. Das hat ein bundesweites Forschungsteam unter Leitung der Universitätsmedizin in Marburg und Frankfurt herausgefunden, indem es Proben von Krebsgewebe molekular untersuchte. Die Gruppe berichtet über ihre Ergebnisse im Fachblatt „The Lancet Oncology“.

22.07.2021|

Spermienmigration im Genitaltrakt – Computersimulationen identifizieren Schlüsselfaktoren für den Reproduktionserfolg

Ein Forschungsteam der Humboldt-Universität zu Berlin und des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) hat ein Agenten-basiertes Computermodell entwickelt, um die Passage von Spermien durch den weiblichen Genitaltrakt zu simulieren. Damit konnten Schlüsselfaktoren für den erfolgreichen Transit der männlichen Keimzellen ohne den Einsatz von Tierversuchen identifiziert werden. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „PLoS Computational Biology“ veröffentlicht.

22.07.2021|

„Wenn nur das restliche Fett auch so einfach und schnell weg wäre!“

Eine 43-jährige übergewichtige Patientin, II P, bei Zustand nach Sterilisation, zeigte eine Raumforderung im Cavum uteri, bei durchgeführter Hysteroskopie konnte man gut ein Myom darstellen, welches sich auch pathologisch bestätigte. Ein paar Wochen später kam die Patientin und sprach die Raumforderung an der linken Leiste an. Sie sagte, dass sie diese seit Jahren habe, aber jetzt finde sie sie hässlich und störend und bat um Entfernung.

22.07.2021|

Seagen gibt Langzeitergebnisse der zulassungsrelevanten TUKYSA®(Tucatinib)-Studie von Patienten mit HER2-positivem metastasiertem Brustkrebs bekannt

Seagen Inc. gab kürzlich bekannt, dass die Verbesserungen beim Gesamtüberleben (Overall Survival, OS) und beim progressionsfreien Überleben (Progression-Free Survival, PFS) in der Langzeitnachbeobachtung der zulassungsrelevanten HER2CLIMB-Studie bestehen blieben. Die Studie untersuchte die Zugabe von TUKYSA® (Tucatinib) zu Trastuzumab und Capecitabin bei Patienten* mit HER2-positivem metastasiertem Brustkrebs mit und ohne ZNS-Metastasen.

13.07.2021|

Zielstrebig von Anfang an – Kurz nach der Geburt finden Babys allein zur Brust

Um den Stillstart zu erleichtern, sind die ersten Stunden nach der Geburt entscheidend. Schon kurz nach der Geburt kann das Baby intuitiv den Weg zur Brust der Mutter finden. Wichtig sind dafür ungestörter Hautkontakt und Zeit. Mit kleinen Kriech- und Krabbelbewegungen erreicht es eigenständig die Brustwarze und beginnt zu saugen. „Dieser so genannte Breast Crawl wurde wissenschaftlich erstmals 1987 beschrieben,“ erläutert Maria Flothkötter, Leiterin des Netzwerks Gesund ins Leben.

13.07.2021|

Die Frau, die mit dem Überraschungsei in die Praxis kam

Eine 29-jährige IUP-Trägerin, Nulligravida, kam ohne Termin in die Praxis, legte ein Döschen Überraschungsei ohne Schokolade auf den Tisch und bat uns, es aufzumachen. Drinnen lag der Schaft eines IUPs, welches circa 3 Jahre zuvor gelegt worden war.

12.07.2021|

Vulvodynie – Die Behandlung in der Frauenarztpraxis mit der Patientin gemeinsam gestalten!

Als Vulvodynie bezeichnet man Schmerzen im Bereich der Vulva, die länger als drei Monate anhalten. Es handelt sich um eine Ausschlussdiagnose, spezifischen Störungen der Vulva liegen nicht vor. Sehr häufig erhalten Frauen bei anhaltenden Schmerzen immer wieder Antimykotika oder Antibiotika ohne Indikation, da eine pathologische Besiedlung in der Regel nicht nachweisbar ist. Komorbiditäten sind häufig. Die Lebensqualität ist in der Regel eingeschränkt. Frauen fühlen sich zumeist hilflos und nicht ernstgenommen.

30.06.2021|