Inanspruchnahme von Kliniknotfallambulanzen durch Frauen in den ersten sechs Wochen post partum

Wann, wie häufig und mit welchen Beschwerden werden Frauen in den ersten sechs Wochen nach Geburt in der Notfallambulanzvorstellig? Das Wissen über die häufigsten postpartalen Beschwerden und Komplikationen ist nicht nur in der Patientinnenversorgung wichtig, sondern ist auch ein wichtiger Aspekt, um potenzielle Fehlbeanspruchungen der klinischen Notfallambulanzen zu erkennen und zu vermeiden.

04.06.2021|

Umfangreiche Studie zur Versorgungslage bei ungewollter Schwangerschaft gestartet

Seit Ende 2020 fördert das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) das interdisziplinäre Verbundprojekt ELSA. Es ist das größte Forschungsprojekt zum Thema ungewollte Schwangerschaft, das das BMG jemals gefördert hat. Die auf drei Jahre angelegte Studie sieht vor, Daten über die Lebenssituation ungewollt Schwangerer sowie deren medizinische und psychosoziale Versorgungslage zu erheben. Die ELSA-Studie ist auf die Unterstützung von Gynäkologinnen und Gynäkologen angewiesen.

04.06.2021|

Verlängerte Anwendungsdauer für langwirksames Intrauterinsystem Mirena® von Jenapharm zugelassen

Jenapharm hat bekanntgegeben, dass sein Levonorgestrel-freisetzendes Intrauterinsystem (LNG-IUS) Mirena® in Deutschland die Zulassung für eine verlängerte Anwendung zur Empfängnisverhütung für bis zu sechs Jahre erhalten hat. Diese Erweiterung der maximalen Anwendungsdauer von fünf auf sechs Jahre bezieht sich auf eine neu gelegte sowie auf eine bereits angewendete Mirena®. Die Zulassung basiert auf den Ergebnissen einer aktuellen, klinischen Studie zur Beurteilung der Wirksamkeit und Sicherheit von Mirena®.

04.06.2021|

Alle sagten, es geht nicht, dann kam einer, der das nicht wusste…

Eine 31-jährige polymorbide adipöse Patientin, mit therapiewürdigem Diabetes mellitus und Faktor V-Leiden, die Marcumar nahm, stellte sich mit lange bekannter, sehr unregelmäßiger Periode vor. Die Patientin, die seit circa zwei Jahren einen unerfüllten Kinderwunsch hatte, hatte keine Hoffnung mehr.

04.06.2021|

DGTI: Pränataltest zur Erkennung einer Rhesus-Unverträglichkeit zwischen Mutter und Kind wird ab Juli Kassenleistung

Wenn sich das Blut von Mutter und ihrem Ungeborenen in Bezug auf den Rhesusfaktor unterscheidet, kann es gefährlich werden. Ist die Schwangere Rhesus-negativ, ihr Kind aber Rhesus-positiv, kann es bei Blutkontakt zu einer Unverträglichkeitsreaktion kommen. Blutarmut oder eine schwere Neugeborenengelbsucht beim Kind können die Folgen sein. Da bisher der Rhesusfaktor des Ungeborenen nicht ohne Weiteres bestimmt werden konnte, bekamen alle Rhesus-negativen Mütter ein Anti-D-Immunglobulin gespritzt, um die abstoßende Reaktion gegen das kindliche Blut zu vermeiden. Dieses Medikament wird aus Blutplasma gewonnen.

04.06.2021|

Die gläserne Kundin: Geben Zyklusapps intime Informationen weiter?

Nicht nur für die Datenkraken Google und Facebook sind sämtliche Informationen über ihre Nutzer bares Geld wert, sondern auch scheinbar harmlose Apps beteiligen sich an diesem lukrativen Geschäft. Für Unternehmen sind Daten über das Nutzungsverhalten der User sehr wertvoll, weil sie damit ihre Werbestrategien anpassen und ihre Produkte besser verkaufen können. Nicht einmal Zyklusapps, in denen Frauen mit Kinderwunsch intimste Angaben machen, sind davor sicher.

21.05.2021|

Läsion und deren Diagnose

Eine 75-jährige Patientin, V G, IV P, die drei Mal verwitwet wurde und sehr sporadisch und selten zur Untersuchung kam, stellte sich zur Routine-Untersuchung vor. Bei ihr war ein Uterusmyom bekannt, sonst hatte sie gynäkologisch eine blande Vorgeschichte. Bei der Untersuchung erzählte sie, dass sie vor der vierten Heirat stehe.

21.05.2021|

Schwangere mit MS: Schadet Schubbehandlung dem Ungeborenen?

Ein Studienteam vom Universitätsklinikum Jena untersucht aktuell Kinder von Multiple Sklerose-Patientinnen, die in der Schwangerschaft mit Kortison behandelt wurden. In einer klinischen Studie soll herausgefunden werden, ob der Einsatz des synthetischen Stresshormons bei werdenden Müttern ungefährlich für das Ungeborene ist. Die Studie wird mit dem Multiple Sklerose-Forschungspreis „Grant for Multiple Sclerosis Innovation“ gefördert.

21.05.2021|

Gynäkologische Fachorganisationen empfehlen die COVID-19-Schutzimpfung für schwangere und stillende Frauen

In einem Update sprechen sich elf medizinische Fachverbände, darunter der Berufsverband der Frauenärzte e. V. (BVF), die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e. V. (DGGG), die Deutsche Gesellschaft für Perinatale Medizin e. V. (DGPM), die Deutsche Gesellschaft für Pränatal- und Geburtsmedizin e. V. (DGPGM) und die AG Geburtshilfe und Pränatalmedizin in der DGGG e. V. (AGG) für eine priorisierte COVID-19-Schutzimpfung für schwangere und stillende Frauen mit einem mRNA-basierten Impfstoff aus. Als Grundlage für die Empfehlung haben die Autoren* die verfügbare wissenschaftliche Literatur ausgewertet.

21.05.2021|

Phase-III-Studie zu Cemiplimab als Monotherapie bei fortgeschrittenem Gebärmutterhalskrebs auf Grundlage von positiven Ergebnissen zum Gesamtüberleben vorzeitig beendet

Am 15. März wurden positive Daten einer Phase-III-Vergleichsstudie bekanntgegeben, denen zufolge der PD-1-Inhibitor Cemiplimab von Sanofi und Regeneron als Monotherapie im Vergleich zu einer Chemotherapie bei chemotherapeutisch vorbehandelten Patientinnen mit rezidiviertem oder metastasiertem Gebärmutterhalskrebs einen Vorteil in Bezug auf das Gesamtüberleben (Overall Survival, OS) erzielte. Die Studie wird nun auf einstimmige Empfehlung des unabhängigen Datenüberwachungsgremiums (Independent Data Monitoring Committee, IDMC) vorzeitig beendet, und die Daten werden die Grundlage für in 2021 geplante Zulassungsanträge bilden.

17.05.2021|